Zwischen den Jahren – Rund um Iphofen

Im Winter in eine Weingegend fahren? Ja, warum denn nicht. Touristen sind dann Exoten und die Ruhe in den Orten und Dörfern ist spürbar. Fast nur Einheimische sind unterwegs und grüßen freundlich auf der Straße, in Saisonzeiten ist für sowas kaum Zeit. Misstrauisch beobachten Dorfbewohner die Fotografen, wenn das fürstliche Schloss abgelichtet wird, denn schließlich wohnt die Fürstenfamilie noch dort und am Dorf schaut man auf den Nachbarn. Unsere kleine Rundreise begann im Kirchenburgmuseum Mönchsondheim. Die einzelnen Häuser sind zwar im Winter verschlossen, aber das Ensemble selbst ist offen. Keine Touris. Iphofen mit dem historischer Ortskern und der komplett erhaltenen Wehrmauer birgt kleine Gassen, tolle Bürgerhäuser, viele Tore und mehrere Kirchen. Ganz wenig Touris. Weiter ging es nach Rödelsee in die Silvanerecke des fränkischen Weinbaus. Am Fusse des Schwanberges waren wir mit dem Rödelseer Küchenmeister als Touris alleine. Anschließend hoch auf den Schwanberg um einen Blick in die Landschaft zu werfen. Viele Einheimische, kaum Touris. Danach nach Castell, dem 1200 Jahre alten Fürstensitz im Steigerwald. Keine Touris. Ja, ein Leben ohne Touris ist möglich. In den Weinbergen erfolgt gerade der winterliche Rebschnitt für Frucht- und Ersatzholz. Die gesamte Landschaft strahlt eine Ruhe sondergleichen aus. Das Auto wird zum Sofa und gemütlichem Ofen zum Aufwärmen und das Licht ist für Fotos ideal. Warm und weich bei Sonne. Diffus und geheimnisvoll bei bedecktem Himmel.

Mönchsondheim
Mönchsondheim
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