Makrofotografie

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In einer Fotozeitschrift entdeckte ich einen Artikel über Makrofotografie. Das brachte mich auf die Idee, das Jahr über Bild- und Fotoideen aufzugreifen und nachzustellen. Dann also los – das Makroobjektiv auf die Kamera und diese wieder auf das Stativ geschraubt, Fernauslöser ran, die Kamera per USB mit dem Notebook verbunden, damit die Bilder gleich in Großansicht kontrolliert werden können, auf den manuellen Fokus umgeschaltet, den Bildstabilisator aus und die Spiegelvorauslösung an. Das erste Versuchsbild war ein Stillleben  mit Früchten. Praktisch, wenn das Fotomotiv danach gegessen werden kann.

Im Artikel haben sie vor der bekannten Beugungsunschärfe gewarnt, die je nach  Sensorgröße und -auflösung zwischen Blende 11 und 16 beginnt. Gut, dass ich mir vor Jahren schon ein Programm zum Fokus stacking gekauft habe. Damit werden mehrere Bilder mit unterschiedlichen Schärfepunkten zu einem Bild verbunden.  Ich habe die kleine Investition schon immer für sinnvoll gehalten, denn im Programm ist lediglich der vordere und hintere Schärfepunkt zu definieren. Das Programm steuert die Kamera komplett fern, weiß wie viele unterschiedliche Aufnahmen für ein durchgängig scharfes Makrobild notwendig sind, stellt nach jedem Foto automatisch neu scharf und rechnet anschließend die Bilder gleich zusammen. Genaues Arbeiten gehört natürlich trotzdem dazu, wie immer bei der Abbildung von kleinen Dingen, die ganz groß gezeigt werden sollen. Das alles geht natürlich auch manuell. Einfach ein Probebild mit der vorderen Fokusierung  machen, am großen Bildschirm die Schärfentiefe kontrollieren, abzählen wie viele Fotos mit unterschiedlichem Fokus bis zum hinteren Fokuspunkt notwendig sind und dann einfach jeweils an der Kamera einstellen ohne den Bildausschnitt zu verändern. Anschließend in einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm die Fotos übereinanderlegen.

Alle die kein Makroobjektiv haben, können den Einstieg in große Welt der kleinen Dinge kostengünstig mit Nahlinsen oder – noch besser und günstiger – Zwischenringen beginnen und der Fernauslöser lässt sich durch den Selbstauslöser ersetzen. Zwischenringe gibt’s schon für 20 Euro und für einen einfachen Fernauslöser werden keine 10 Euro aufgerufen. Wobei ich mir hier überlegen würde, gleich  noch 20 Euro draufzulegen und lieber einen programmierbaren  Auslöser zu erstehen (z. B. für den Nachthimmel oder Gewitterbilder). Und natürlich habe ich den Ehrgeiz auch andere Motive umzusetzen und nicht einfach abzufotografieren. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das ist nicht der letzte Artikel über Makros.

Blende 8
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