Schnee

Der Winter 2018 ist hier bei uns ein trauriger Geselle. Zumindest ein Tag Schnee sollte aber schon sein, also so richtig Schnee. Dick eingepackt durch eine verschneite Winterlandschaft stapfen und dabei dem Knirschen der Schritte im tiefen Schnee zuhören. Die kalten Nasen nach dem Spaziergang bei heißem Tee wieder aufwärmen. Ja, das wäre ein Traum. Freitags hatten sie im Radio vom (angeblich) größten Schneemann der Welt berichtet. Der wird alljährlich in Bischofsgrün am Faschingswochenende errichtet und am Rosenmontag wird Jakob, der Schneemann, mit einer großen Party gefeiert. OK, bei der Party möchten wir nicht dabei sein. Schon heute war Bischofsgrün eine einzige Einbahnstraße samt Überall-Halteverbot. Da möchten wir nicht wissen, was am Partymontag los ist. Jedenfalls haben wir uns bei leichtem Schneesturm unter die schon reichlich vorhandenen Touris gemischt und pflichtschuldig den Schneemann fotografiert, aber ohne Selfies. Anschließend ging es dann über schneebedeckte Fahrbahnen an den wesentlich ruhigeren Fichtelsee. Heute war das eine magische Winterlandschaft mit einer majestätischen Ruhe. Das angestrebte Winterfeeling war da. Es war gut, dass keine Sonne da war, sonst wäre die Schönheit fast unerträglich und außerdem hätten mehr Menschen die Ruhe über dem See und dem Moor gestört. So hatten wir jede Menge Landschaft fast für uns alleine und fühlten uns bei rund 30 Zentimeter Schnee so richtig gut.

Bischofsgrün, Schneemann Jakob
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