Aschaffenburg

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„Ascheberg“ lockte uns dieses Jahr zu unserer Städtreise im Frühjahr. Alle Sehenswürdigkeiten liegen in bequemer Laufweite. Freundliche Mitmenschen deuteten im Vorfeld an, „in zwei Stunden seid ihr durch“. Ja, das geht. Schiffstouris schaffen das in der Zeit, Fotografen nicht. Die brauchen die zwei Stunden alleine für die Bilder in der Nacht. Das Hotel lag fünf Minuten zu Fuß vom Schloss entfernt direkt am Rand der Altstadt. Über den modernen Theaterplatz ging es in die romantischen Gassen rund um Schloss Johannisburg. Wir erkundeten den Schlossgarten bis zum Pompejanum, das sich einer unserer bayerischen Könige als römische Villa an den Main bauen lies. Über den romanischen Kreuzgang ging es in die Stiftsbasilika, die als einzige Kirche weltweit den Heiligen Petrus und Alexander geweiht ist. Fachwerkhaus reiht sich an Fachwerkhäuschen und dazwischen immer wieder Aschaffenburger Skurrilitäten, seien es Dinge oder Personen. Ein besonderes Völkchen lebt da an der bayerisch-hessischen Grenze. Aber auch ein Völkchen, das am Samstag Vormittag schon mal ein Gläs’sche Woi trinkt. Eine nette Sitte, die wir natürlich mitmachen. Touris sollten sich immer den Gewohnheiten der Einheimischen anpassen. Die Stadt ist überraschend grün. Schlossgarten, Park Schöntal, die Fasanerie und der Landschaftspark Schönbusch sind nur die größten davon. Nebenbei sei bemerkt, Aschaffenburg wird als das bayerische Nizza bezeichnet. Das stimmt nicht ganz. Mediterran – ja, aber mehr italienisch. Selten haben wir so viele italienische Läden mit handwerklichen Lebensmitteln entdeckt. Und ein Eis, mmh. Wer mal nach Aschaffenburg kommt, Walnuss-Feige und dunkle Schokolade im Café Dolomiti sind eine Sünde wert.

Schloss Johannisburg
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