1,70 Meter Schnee

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Nein, der Titel ist schon richtig. Wir werden nur künftig nichts mehr auf den Wetterbericht geben, denn der hatte Abkühlung und Regen für das Wochenende gemeldet. Das Wetter war sonnig, also sogar sonnenbrand-sonnig. Und wo war das? Wie immer um diese Jahreszeit in Wackersberg im Tölzer Land. Los ging es am Abend nach der Anfahrt mit einem Schnitzel auf der Terrasse. Die Speisekarte unterscheidet zwischen klein und groß. Da es keine Kinderportion sein sollte, entschieden wir auf Nachfrage auf „groß“. Fast wäre das ein Fehler gewesen. 🙂 Es kamen dann pro Portion zwei Schnitzel. Wir trainierten sie am nächsten Tag bei einer Wanderung zum großen Wasserfall in der Jachenau wieder ab.  Zum Abendessen ging es in ein neues Lokal in Lengries mit einem offenen Holzkohlengrill direkt am Fuß des Braunecks. Wir entschieden uns für 300 Gramm Ochsenlende medium-rare. Natürlich pro Nase. Auf den Punkt gegart, kein Fleischsaft lief aus, oberlecker. Tags darauf wollten wir noch einmal zu den tausend Meter hohen Felswänden zwischen Spritzkar-, Platten-, Grubenkar- und Dreizinkenspitze. Wir waren letztes Jahr so  vom überdimensionalen Amphitheater Enger Grund begeistert, dass wir da von der Eng Alm aus noch einmal hingewandert sind. Zwölf Monate vorher boten nur noch die letzten Schneefeldern des vergangenen Winters den Gämsen eine willkommene Abkühlung, jetzt reichte der Schnee noch bis weit in den Talboden hinein. Und so standen wir neben dem hoch aufragendem Schneefeld bei herrlichem Sonnenschein in kurzer Hose und T-Shirt und sahen neben den Gämsen das erste Mal in freier Natur Murmeltiere. Das Abendessen war natürlich wieder draußen. Am Samstag führte uns eine Wanderung rund um Fischbachau und danach ging es zur Abkühlung noch an, nein, in den Tegernsee. Abendessen? Richtig, draußen auf der Waldherralm mit Blick auf die letzten sonnenbeschienenen Bergspitzen. Es war ja schließlich für das ganze Wochenende schlechtes Wetter gemeldet…

PS. Wen es fototechnisch interessiert. Ich wollte wandern, nicht Gewichte stemmen. Deshalb begleitete mich in den Engen Grund nur das kleine Reisestativ, das schon erschrickt, wenn es die Spiegelreflex nur sieht. Es wurde aber ausgewählt, weil an das 70-200 mm noch ein 2fach-Konverter kam und da geht dann „aus-der-Hand“ nicht mehr viel. Diese Wildtiere sind ja immer so weit weg und wollen einfach nicht näher kommen. Und bei einigen Bildern kam dann das Smartie zum Einsatz.

angekommen
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