Sonnenaufgang an den Kammerweihern

Wir hatten gestern die spontane Idee, den Sonnenaufgang wieder mal an den Kammerweihern zu fotografieren. Der Wecker wurde auf 4:30 Uhr gestellt, der Fotorucksack mit zwei Kameras, zwei Stativen und einer Objektivauswahl vom Weitwinkel bis zum 600mm-Boliden bepackt und die entsprechende Bekleidung schon mal rausgelegt. 4:30 Uhr ist schon eine unangenehme Uhrzeit. Katzenwäsche, Minifrühstück, ab auf die Autobahn und mit einem breites Grinsen an den Kammerweihern angekommen. Dort war die Nacht kalt, also richtig kalt. In Bodennähe hatte es leicht gefroren und über der Wasseroberfläche zogen kleine Nebelschwaden. Genau wie wir uns das vorgestellt hatten. Flugs die Kameras aufgebaut und auf die aufgehende Sonne gewartet. Ja wenn ich ein Timelaps machen will, habe ich die zweite Kamera dabei, dafür habe ich ja das DPD-Abenteuer auf mich genommen. Wenn die Sonne über die Baumspitzen blinzelt ist das nach über einer Stunde in der Kälte eine Wohltat. Ein Gefühl, wie wenn die Heizung eingeschaltet wird und die Welt auftaut. Gut, dem Zeigefinger war nicht kalt, er hat ja knapp 800 mal ausgelöst. Ein gelungener Morgen, der daheim mit einem Frühstück im Sonnenlicht auf der Terrasse endete. Die zweite Kamera war mit über 900 gemachten Bildern noch fleißiger. Die Bearbeitung ist eigentlich nicht aufwändig, kostete halt nur gut drei Stunden Zeit, das macht aber der Computer weitgehend eigenständig. Vielleicht sollte ich mir einen schnelleren Computer zulegen… Aber bei maximal zehn Timelaps im Jahr? Dann lieber irgendwas für Fotografieren kaufen.

Schattenspiele
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Sonnenaufgang zwei Stunden in 38 Sekunden