Rothenburg

Overtourism – die Welt zu Gast und zwar jeden Tag mit knapp zwei Millionen Besuchern pro Jahr, das ist Rothenburg. Und das wollten wir mal erleben, obwohl wir sonst von Massenveranstaltungen nichts halten. Der pittoreske Altstadtkern ist von einer begehbaren Stadtmauer und vielen Türmen umgeben und ruht in der lieblichen Landschaft des Taubertals. Der kleine Zauberlehrling hätte sich sicher nicht gewundert, wenn der Honigtopf hier und nicht in Hogsmeade seine Süssigkeiten verkaufen würde. In den Hauptgassen herrscht ein ständiger Besucherstrom samt hohem Selfiefaktor. Innerhalb der Stadtbefestigung hat Rothenburg aber ebenso ruhige und stille Winkel. Nicht aber bei Frau Wohlfahrt. Dort gibt es akuten Kitschalarm und wird das ganze Jahr Weihnachten für die Touristen gefeiert. In Scharen kommen sie aus dem fernen Osten und über den großen Teich um die „how lovely old city“ zu besuchen. Dabei war die nach dem Krieg zur Hälfte zerstört. Ebneso erlebenswert, das Plönlein. Es scheint mir, wenn es regnet, wird das Kopfsteinpflaster dort vor lauter Menschen gar nicht richtig nass.

Ansicht aus dem Tal
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