Wandern an der Ilz

Auf den ersten Blick klingt es schon überraschend – „die schwarze Perle“. Stimmt aber. Die Ilz, bei unserer Wanderung die obere Ilz, ist dunkel. Ziemlich dunkel. Vom Rachelsee aus macht sich der Seebach auf den Weg durch die Hochmoore, wird zur Ohe, nimmt immer mehr Stoffe aus den Mooren und Fichtenwäldern auf und wird dann zur Ilz. Im Naturschutzgebiet Obere Ilz wird der kleine Fluss dann zu einer wilden und unberührten Flusslandschaft. Breite, gepflegte Wege führen mal direkt, mal ein paar Meter weg, an der Ilz entlang. Wir hatten uns für eine Rundwanderung entschieden, die wir in einem Wanderblog über den Bayerischen Wald entdeckten. Der Wanderblog einer Einheimischen! Die angelegten Wanderwege verband sie über „naturnahe“ Abschnitte zu einer Rundwanderung rund um die Dießensteiner Leite. Im Nachhinein stelle ich mir die Dame als Mischung aus Unimog und Gämse vor. Aber, eine wunderschöne Wanderung durch weitgehend unberührte Natur entlang der mal plätschernden, mal laut rauschenden Ilz. Mit interessanten Ein- und Ausblicken. Aber ohne GPS, Pfadfindergeist, langen Hosen und Mut sollte sich niemand auf diesen Weg machen. Insbesondere der Abstieg von der Burgruine – dort haben wir eine Ringelnatter angetroffen – sollte niemals bei feuchtem Wetter gegangen werden. Es geht fast hundert Höhenmeter direkt hangabwärts zur Ilz. Direkte Linie.

Wildes Wasser
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