Abriss

St. Jobst wird trocken gelegt. Es gibt dort keinen Schnaps mehr. Seit dem Ende der Subventionen für Agraralkohol aus Getreide, Obst und Kartoffeln rentierte sich das Brennen für die Landwirte nicht mehr. Ein paar Jahre lag das Gelände der Verwertungsstelle der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (schlimmes Wortungetüm) mit seinem markantem Expeditionsgebäude und den Lagertanks im Tiefschlaf. Seit einigen Wochen läuft nun – bis auf den denkmalgeschützen Teil – der Abriss. Auf dem Gelände entstehen Wohnungen. Nichts passt besser zu einem verlorenen lost place als Regenwetter und eine schwarz-weiße Abbildung.

Pförtnerloge
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