Wir haben’s getan

Immer haben wir geschimpft. Auf diese E-Bike-Fahrer. Aufrecht sitzend lassen sie sich von ihrem Rad den Berg hochziehen. Ja, von Ihrem Rad, denn viele davon fahren nicht mit dem Rad, das Rad fährt mit Ihnen. Im Fernsehen lief ein Beitrag über neue Freizeitaktivitäten im Fichtelgebirge, dabei war ein Bericht über E-Bike-Vermieter auf einem kleine Dorf. Das gab uns die Idee, dort selbst mal zwei E-Bikes für einen Tag auszuprobieren. Pünktlich um 9 Uhr standen wir vor der Tür und die Bikes schon für uns bereit. Nach einer kurzen Erklärung ging es los. Da wir nicht übertreiben wollten, haben wir uns gleich den höchsten Berg des Fichtelgebirges als (erstes) Ziel vorgenommen – den 1051 Meter hohen Schneeberg mit seinem markanten ehemaligen Turm der Bundeswehr als Überbleibsel aus dem Kalten Krieg. Über die Egerquelle ging es hoch auf den Berg. Richtig eingesetzt ist ein E-Bike schon ein Sportgerät. Schön ist die Unterstützung am Berg. Macht schon Spaß. Vom Berg ging es dann über die Felsformation der Drei Brüder wieder ganz runter ins Tal an den Weißenstädter See zu einer Pause. Einmal am Ufer entlang geht es weiter auf einer alten Bahnstrecke den Sechsämterradweg bis kurz vor Kirchenlamitz. Und dann durften wir endlich wieder Höhenmeter auf dem Weg zur Burgruine Epprechtstein erklimmen. Quer durch den Wald geht es auf aufgeschilderten Waldwegen zum Großen Waldstein mit einer herrlichen Aussicht, aber abenteuerlichen Stufen hoch zur Aussichtsplattform. Auf dem Rückweg sind wir noch kurz über einen Berg zur Saalequelle abgebogen. Mit einem E-Bike kommt es auf einen langen Anstieg mehr nicht an. Nach über 50 Kilometern mit 1.100 Höhenmeter aufwärts haben wir dann die Räder mit einem breiten Grinsen wieder bei Fichtelrad abgegeben. Wir wollten sportlich unterwegs sein, deshalb sind die Bilder mit dem Smartie gemacht.

Egerquelle
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