Warum dieser Fotoblog

Als geborener Franke mag ich die kleinen, urfränkischen Begriffe. Sabberlodd und Babberdeggl sind für die Auswäddichen Fremdworte*. Gwerch hat dabei mehrere Bedeutungen. Hier meint es ein positives Durcheinander von Fotos. Also die liebenswerte Unaufgeräumtheit, die heimelige Gemütlichkeit von einer kalten, pedantisch aufgeräumten Umgebung unterscheidet.

Dieser kleine Blog mit den darin enthaltenen  Fotos soll allen interessierten Leserinnen und Lesern eine kleine Anregung zum Fotografieren und Ideenratgeber für Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung  sein. Außerdem will ich zeigen, dass es links und rechts ganz viele interessante Motive im alltäglichen Leben gibt. Mal spaßig, mal augenzwinkernd, mal dokumentarisch, mal nachdenklich. Es müssen nicht immer nur die Sonnenschein-und-blauer-Himmel-Urlaubsbilder sein. Völlig egal ist dabei die Kamera – ob große  Spiegelreflex, kleine Hosentaschenknipsi oder nur das Smartie. Die beste Kamera ist immer die, die dabei ist. Geht mit offenen Augen durchs Leben, aber geht raus. Das Leben findet nicht nur auf dem Sofa statt.

Meine erste Kamera bekam ich 1972. Eine Kodak Instamatix 155X. Die Bedienung war kindgerecht, fester Fokus bei 43 mm Brennweite und zwei Belichtungseinstellungen – Sonne und Wolke. Aber es gab immerhin schon einen Aufsteckblitz in Form eines Blitzwürfels für 4 Auslösunge. Derzeit experimentiere ich mit alten Objektiven oder Plastiklinsen an der digitalen Spiegelreflex. „Nebenbei“ leite ich noch den Fotoclub an der VHS Unteres Pegnitztal. Wer sich dort weitere Inspirationen holen möchte – www.vhsfotoclub-lauf.de. Und ja, ich bin jetzt auch auf instagram. Dort veröffentliche ich das, was mir unterwegs so an einzelnen Bildern/Szenen „auffällt“. Immer mit dem Smartie gemacht und möglichst in der Urform Quadrat. Auf instagram einfach nach #fotogwerch suchen oder direkt unter https://www.instagram.com/name.welchername/.

*Fränkisch-Deutsch
Sabberlodd – Ausruf des Erstaunens
Bebberdeggl – Pappe
Auswäddiche – alle Nicht-Franken / alle, die nicht aus dem eigenen Dorf kommen / Nürnberger, die am Wochenende in die ländliche Umgebung fahren, um billig einen Schweinebraten zu essen und durch ihre Fahrweise die Straßen blockieren. Anders gesagt, alle sind irgendwo Auswäddiche.